Nationalparks im Norwegen-Lexikon

Nachfolgend sollen einige wichtige norwegische Nationalparks kurz charakterisiert werden.

Jostedalsbreen

Der Gletscher Jostedalsbreen erstreckt sich zwischen dem Sognefjord und dem Nordfjord. Der Nationalpark Jostedalsbreen umschließt eine Fläche von 1310 km² und beinhaltet den größten europäischen Festlandsgletscher gleichen Namens. Der Gletscher ist auch für Touristen begehbar, allerdings nur mit Führer.

Hardangervidda

Der Nationalpark, gelegen zwischen dem Hardangerfjord und Numedal, besteht aus einer praktisch waldlosen Hochfläche zwischen 1000 und 1500 Meter über dem Meeresspiegel. Im rauen Klima gedeihen nur Moose und Wiesen. Im 3422 km² großen Nationalpark kann man mit etwas Glück gewaltige Herden frei lebender Rentiere beobachten. Restseen der letzten Vereisung prägen die Landschaft.

Ormtjernkampen

Bei diesem kleinen, kaum zehn Quadratkilometer großen Nationalpark handelt es sich um ein Urwaldgebiet zwischen Lillehammer und Fagernes. Seit Jahrzehnten wurde hier nicht mehr durch den Menschen in den Kreislauf der Natur eingegriffen.

Jotunheimen

Der Jotunheimen-Nationalpark beinhaltet das höchste Gebirge Nordeuropas. Hier befinden sich die höchsten Gipfel Norwegens. Der Nationalpark ist etwa 1150 km² groß und gut für den Tourismus erschlossen. Hütten ermöglichen Mehrtageswanderungen, unter anderem über den berühmten Besseggen-Grat und auf den Galdhøpiggen, den mit 2469 m höchsten Berg Norwegens.

Rondane

Der Nationalpark Rondane hat eine Ausdehnung von 963 km². Berühmt ist Park für die Farbenpracht im Herbst, wenn die Laubfärbung einsetzt. Die kahlen Berge ragen bis fast 2200 Meter auf, höchster Berg ist der Rondeslottet mit 2178 m. Als Ausgangspunkt für die Erkundung des Rondane kann der Ort Otta dienen, der touristisch gut erschlossen und mit dem Auto leicht erreichbar ist.

Dovre

Der Dovre-Nationalpark nördlich des Rondane-Gebirges zählt zu den niederschlagsärmsten Gebieten Norwegens. Das Gebiet wurde erst 2003 zum Nationalpark erklärt und ist ca. 290 km² groß. Die auch im Winter schneearme Gebirgslandschaft wird geprägt von bis zu 1700 m hohen Bergen. Oft kann der Tourist hier wilde Rentierherden beobachten.

Femundsmarka

Östlich der großen Wasserfläche des Femund-Sees liegt der 390 km² große Nationalpark. Er wird geprägt durch eine Berg-, Wald- und Seenlandschaft.

Rago

Der 167 km² große Nationalpark Rago liegt an der schwedischen Grenze etwa 20 km nördlich der Ortschaft Fauske. Gemeinsam mit den beiden schwedischen Nationalparks Sarek und Stora Sjöfallet gilt Rago als die größte zusammenhängende Wildnis Europas.

Børgefjell

Der 1977 km² große Nationalpark ist vor allem das Domizil der Ornithologen wegen der hier auftretenden Odinshühner, Blessgänse und Eisenten. Es handelt sich um eine einsame und raue Gebirgsgegend, geprägt von Schluchten und tiefen Seen.

Saltfjell

Der Nationalpark Saltfjell/Svartisen liegt am nördlichen Polarkreis in der Nähe der Ortschaft Mo i Rana. Geprägt wird der Park hauptsächlich durch den Gletscher Svartisen. In der Umgebung befinden sich mehrere Höhlen.

Gutulia

Der nur 19 km² „kleine“ Park Gutulia liegt östlich des Femundsees. Seinen Status als Nationalpark verdankt er dem hunderte Jahre alten Baumbestand. Von Interesse sind außerdem zwei Pflanzenschutzreservate in der Nähe.

Gressåmoen

Gressåmoen liegt weit ab jeder Zivilisation in Nordnorwegen. Zum 180 km² großen Park ist die Zufahrt nur über Nebenstraßen von der Ortschaft Grong aus möglich. Das Gebiet ist kaum touristisch erschlossen. Nur wenige Wege führen durch Gressåmoen. Es gibt überhaupt nur eine Hütte im ganzen Gebiet.

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