Lillehammer im Norwegen-Lexikon

Lillehammer wurde erst 1827 als Klein Hamar gegründet. Noch 150 Jahre später war es nur ein kleiner unscheinbarer Marktflecken. Wegen der Schneesicherheit, Lillehammer hat einen Skifahrer im Stadtwappen, hatte es jedoch schon bald eine gewisse Anziehungskraft auf norwegische Skiläufer. So entstand in der Region die kühne Idee von einer Olympiabewerbung für die Winterspiele. Diese hatte Erfolg, wie man heute weiß. Mit der Durchführung der 17. Olympischen Winterspiele im Jahr 1994 gelangte Lillehammer schlagartig zur Bekanntheit auf der ganzen Welt. Heute ist der Ort ein renommierter Wintersportort mit jährlichen Großveranstaltung, wie zum Beispiel Weltcup-Skispringen. Die Einwohnerzahl stieg innerhalb weniger Jahre auf heute etwa 30.000. Dabei hat Lillehammer nichts von seinem Kleinstadtcharme eingebüßt.

Die Innenstadt und die Olympischen Sportstätten kann der Tourist gut bei einem Rundgang zu Fuß erkunden. Die wichtigen Sehenswürdigkeiten liegen auf relativ engem Raum. Den Rundgang sollte man am Nordende der Fußgängerzone Storgata beginnen. Ein Bummel über die Einkaufsmeile der Stadt kann mit dem Besuch des Lillehammer Kunstmuseums verbunden werden, welches sich nur wenige Meter von der Storgata entfernt befindet. Der Weg über die Storgata führt zum Rathaus und weiter zum Søndre Park, an dessen Ende die Stadtkirche steht. Es handelt sich um ein neogotisches Backsteingebäude aus dem Jahr 1882. Unbedingt sollte man nun der Ausschilderung zum Maihaugen-Museum folgen. Das Freilichtmuseum ist eine der größten Sammlungen Norwegens überhaupt. Gegründet wurde das Museum vom Zahnarzt Anders Sandvig. Das Museum besteht aus etwa 170 Holzbauten. Das schönste Gebäude ist sicherlich die Stabkirche aus der Zeit um 1200. Die Kirche wurde 1882 in der Nähe von Lom abgerissen und später hier wieder aufgebaut. Im Maihaugen Museum sind neben der Stabkirche verschiedene ehemalige Werkstätten, eine Schule, Bauernhöfe un die Ausstellung „Wie das Land unser wurde“ zu sehen. In dieser Ausstellung wird ein kurzer geschichtlicher Abriss Norwegens von der Bronzezeit, über die Wikingerzeit, das Mittelalter bis zur Gegenwart gezeigt. Im Winter kann das Gebäude kostenlos betreten werden. Angeboten werden auch Führungen in deutscher Sprache. Die jüngere Geschichte Norwegens, nämlich die Olympischen Winterspiele von Lillehammer werden im Olympiamuseum in der Håkonshalle anhand von Dokumenten und vielen Bildern veranschaulicht. Unmittelbar neben dem Olympiamuseum liegt die Sprungschanze Lysgårdsbakken. Den Turm der Anlage darf man gratis besteigen. Von hier oben hat der Besucher den perfekten Überblick über die ganze Stadt. Erwähnt werden muss an dieser Stelle für einen Stadtrundgang noch das Fahrzeughistorische Museum im Mesna Senter. In diesem Museum werden neben Oldtimern auch alte Fahrräder und Schlitten ausgestellt.

Nur einige Kilometer von Lillehammer entfernt liegt Hunderfossen. Es ist der sicher schönste Familienpark Norwegens. Gleich hinter dem Eingang lauert ein Riesentroll. Er ist natürlich „der größte Troll der Welt“. Er stützt sich auf eine mächtige Tanne. Durch ihn hindurch geht es zur Märchengrotte. Hier steht ein fast 40 Meter hohes Märchenschloss. Im Schloss ist Askeladden, das norwegische Aschenputtel zuhause. Weitere Einrichtungen, die besichtigt bzw. genutzt werden können, sind ein Abenteuerkino, eine Badelandschaft und ein Wachsfigurenkabinett. Auf die Hungrigen wartet das Trollrestaurant zur Stärkung. Der Park ist im Sommer, vom 19. Juni bis 8. August, täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet sowie an Wochenenden im Mai, Anfang Juni und nach dem 8. August bis Anfang September von 10 bis 17 Uhr.

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