News vom 07.08.2010
Wildschweine fressen sich bis nach Norwegen durch
In Schweden haben sich die Wildschweine blitzartig vermehrt und wandern jetzt im Rudel nach Nordwegen. Hier schlagen die Naturschützer Alarm, denn die Wildschweine arbeiten sich aus Richtung Norden die Küste entlang in Richtung Süden und fressen den Meeresboden leer. Nun droht von Süden her ein wahrer Überfall der Wildschweine, der ähnlich besorgniserregende Folgen hat.
Vor vier Jahren wurde hier das erste Wildschwein seit grauer Vorzeit in freier Wildbahn erlegt. Nun sieht man immer häufiger ganze Rudel mit 50, 100 und mehr Wildschweinen, die in den Grenzgebieten zu Schweden ihr Unheil treiben. Die norwegische Wildverwaltung sieht das Borstentier gar nicht so gerne. Mats Finne von der Regionsbehörde in Aremark sagte „Wir wollen hier keine Wildschweine haben.“
Wildschweine sind hier in der Tat Eindringlinge, denn sie wurden einst von der stalinistischen Sowjetunion aus dem Pazifik zur Kola-Halbinsel verpflanzt. Während die Wildschweine in den skandinavischen Wäldern schon in früheren Jahrtausenden getobt haben, ist ihre Geschichte in Norwegen so lang wie die der Menschen. Hier wurden sie gejagt und schließlich ausgerottet.
1987 beschloss das Parlament, den Wildschweinen wieder eine neue Heimat zu geben. 20 Jahre später zählte man 50.000 Wildschweine - heute sind es fast 100.000, die Platz brauchen, Hunger haben und dabei keine Rücksicht nehmen.



